Liebe Sänger, liebe Mitglieder, liebe Freunde,

aus den bekannten Gründen haben wir unsere Chorproben
und alle öffentliche Auftritte bis auf weiteres abgesagt.

Wir wünschen Euch allen Geduld, Zuversicht und Rücksicht,
um diese schwierige Situation durchstehen zu können.
Haltet Euch bitte an die vorgegeben Regeln und Verhaltensweisen,
damit wir das Risiko einer Ansteckung auf ein Minimum einschränken.

Wir wünschen allen, dass wir diese Krise gemeinsam meistern
und unbeschadet überstehen werden.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine gute Zeit

Der Vorstand

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Aufgrund von Coronavirus und nach Rücksprache mit unserem Chorleiter
finden ab sofort bis nach Ostern keine Chorproben statt

Auch das Konzert in der kath. Kirche am 2. Ostertag fällt aus.

Weitere Informationen werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben.

Der Vorstand

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Hier können Sie sich durch anklicken die Beitragserklärung runterladen

 Beitrittserklärung

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Eine ganz besondere Ehre wurde uns zuteil;
schauen Sie:

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  2017 feierte der MGV Erholung - Germania 1842 Bad Berleburg seinen 175. Geburtstag

Die „Erholung“, ein Bürger-Gesangsverein

175 Jahre – ein stattliches Alter für einen Männergesangverein, ein langer Weg durch eine wechselvolle Geschichte. - 1842: Die meisten der damals etwa 2000 Einwohner Berleburgs lebten eher schlecht als recht von den kargen Erträgen ihrer Landwirtschaft, z.T. noch belastet durch Abgaben und Dienste für den Standesherrn bzw. durch Ablöseverpflichtungen für frühere grund- und gutsherrliche Rechte. Von beklagenswerter, grenzenloser Armut wird berichtet und von armseligsten Verhältnissen. Noch unterschied man den besitzlosen Einwohner vom privilegierten Bürger, der in der Stadt ein Wohnhaus besaß oder ein Gewerbe betrieb und mindestens 4 Taler Klassensteuer entrichtete. Damit waren die Berleburger in Klassen eingeteilt, entsprechend ihrer Steuerkraft. Erstmals, 1842, konnten die Berleburger in einer freien und geheimen Wahl ihre Stadtverordneten und über diese den Bürgermeister selbst wählen. Das Wahlrecht jedoch – das aktive sowohl wie das passive – war eingeschränkt und gebunden an ein bestimmtes Grundeigentum und Gewerbeeinkommen. Nur etwa 7,5% der Berleburger Bürger besaßen 1842 das aktive, nur 3,3% das passive Wahlrecht.Und somit entschieden Besitz und Steuerkraft über die Rechte des Einzelnen und seine soziale Stellung in der Gemeinde.

Da wundert es nicht, dass die einzelnen Klassen auch ihr je eigenes Klassenbewusstsein pflegten und die Honoratioren, die „Respektablen“ der Stadt, sich auch in ihren kulturellen Interessen und Bedürfnissen von den Angehörigen der anderen Klassen abhoben. Allein durch das hohe Eintrittsgeld und den monatlichen Beitrag war dem einfachen Bürger und erst recht dem besitzlosen Einwohner der Zugang zu dem exklusiven Kreis der Berleburger Bildungs- und Wirtschaftsbürger verschlossen. Wer sollte auch für ihn „ballotieren“, d.h. seiner Aufnahme in den Kreis dieser Honoratioren zustimmen! Und damit erklärt sich auch, dass der Männergesangverein Erholung 1842 durch die Bürger Berleburgs gegründet wurde, wie der selbstbewusste Namenszusatz „Bürger-Gesangsverein“ ja auch verrät, wobei der Gerechtigkeit wegen vermerkt werden sollte, dass die Klassengrenzen in Berleburg im täglichen Miteinander nicht unbedingt eine große Rolle spielten. Aber immerhin: Es wurde „ballotiert“, d.h. es wurde auch hier über das Aufnahmebegehren in den „Bürger-Gesangverein“ geheim abgestimmt.

Nicht nur die Berleburger gründeten ihren Gesangverein. In den 1840er Jahren gab es eine Fülle von Vereinsgründungen. - Wieso eigentlich sollten Musik und Singen Vorrecht einer elitären Oberschicht sein? - Und die überkommene Kluft zwischen vornehm und gering, hoch und niedrig, gebildet und ungebildet, die sollte es nach den Befreiungskriegen sowieso nicht länger geben! - So spiegelt sich in den neu sich bildenden Männergesangvereinen ein neues bürgerliches Selbstbewusstsein. Frei wollte man sein und gleich und unabhängig von obrigkeitlicher Bevormundung. Die Obrigkeit aber: Sie war misstrauisch und wenig aufgeschlossen für gesellschaftliche Veränderungen. Die Meinungsfreiheit wurde eingeschränkt, die Presse zensiert. Die Burschenschaften wurden verboten, die Universitäten überwacht. Liberal und national gesinnte Professoren und Lehrer erhielten Berufsverbot, sie galten als Volksverhetzer. Lehrern untersagte man die Führung von Gesangvereinen, die Texte ihrer Lieder unterzog man vor der öffentlichen Aufführung einer Zensur. Bestehende Vereine wurden kritisch beobachtet und Vereinsgründungen nur ungern gesehen. - Wir wissen von der Turnsperre, die erst 1842 aufgehoben wurde. - Und der Männergesang: Er artikulierte in der Zeit des „Vormärz“ - bevor es 1848 zur (gescheiterten) Märzrevolution kam - kraftvoll und vielstimmig und im Verein mit vielen anderen Sängern die Anliegen der Zeit. – 1846 gab es bereits 50 bis 60 größere Sängerfeste in Deutschland, mit Massenchören zu mehreren hundert Sängern. Um 1850 zählte man schon etwa 100.000 Sänger, in zahllosen Vereinen. - Und Sinn und Zweck solcher Massentreffen waren eben nicht nur Geselligkeit und Freude am Gesang! Unübersehbar und unüberhörbar wurde hier auch die Forderung nach gesellschaftlicher Veränderung und nach nationaler Einigung laut.

Dass sich unsere Sänger-Vorfahren, wie es in der Gründungssatzung heißt, „im Gesang auf eine angenehme und nützliche Weise beschäftigen“ wollten „sowie Erholung von den Mühen des täglichen Lebens“ suchten, das ist kein Widerspruch zu ihrer politischen Haltung. Sie gründeten ihren Bürger-Gesangsverein Erholung auf dem Hintergrund und im Kontext der Zeitgeschichte, in der Zeit des „Vormärz“, in einer unruhigen, hochpolitischen Epoche.

NB.: 2000 fusionierte der Männergesangsverein Erholung 1842 mit dem MGV Germania 1863 zum neuen Verein MGV Erholung-Germania 1842 Bad Berleburg. - Der Verein hat derzeit 26 aktive Sänger und 95 passive Mitglieder. Gelegentlich wird aus besonderem Anlass zusammen mit anderen Sängern ein Projektchor gebildet. So reiste der Projektchor „Deutsche Einheit“ im Jubiläumsjahr 2017 nach Leipzig. Mit Gesangsauftritten im Völkerschlachtdenkmal und in der Nikolaikirche wurde so der geschichtliche Bogen gespannt vom vorrevolutionären Gründungsjahr 1842 bis zur friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1989.
                                                                         (Verfasser: Gerhard Hundt)

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Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.
(Joachim Ringelnatz, 1883-1934)

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Sie wollen ein neues Hobby?
            Bei uns sind (singen) Sie richtig …

 
In diesem Jahr -2017- feiern wir als ältester Männerchor Westfalens und der Stadt Bad Berleburg unseren 175. Geburtstag.

175 Jahre sind ein Grund, der Gründung des Vereins zu gedenken. Trotz sehr vieler Rückschläge und natürlichen Mitgliederschwund ist es den Verantwortlichen gelungen, einen singfähigen Chor am Leben zu erhalten.

Nun hat der MGV einen Geburtstagswunsch. Der älteste Männergesangverein in Wittgenstein wünscht sich neue (auch "alte") Sänger. Gesucht werden Männer ab 18 Jahre bis ?, die gerne Volkslieder, Gospel, geistliche sowie weltliche Chorliteratur singen möchten. Schwellenangst brauchen Interessierte nicht zu haben. Es muss nicht vorgesungen werden, sondern unser Chorleiter Heiko Rath und Vorsitzender Werner Braun unterhalten sich mit dem jeweiligen Kandidaten und stellen ihm einen Sänger zur Seite, um ihn dann später in den Chor zu integrieren. Die künftigen Choraspiranten brauchen auch keine Noten zu kennen.

Die wöchentliche Probe findet Montag von 19:45 Uhr bis 21:00 Uhr im gr. Gruppenraum im Bürgerhaus Bad Berleburg statt.